Bienenpatenschaft

Für mich war dieses Bienenjahr ein sehr durchwachsenes. Angefangen hatte es mit den Verlusten von zwei meiner drei Völker. Ausgerechnet die beiden auf Dadant sitzenden hatte es dahingerafft.

Die Ursache ist im Nachhinein schwer nachzuvollziehen, zumindest schaute es aus als wären sie nicht verhungert. Auf den Niederschlag folgte der lange kalte Frühling. Mit Temperaturen selten über 12 Grad flogen die Bienen natürlich nicht. Damit sie nicht hungern habe ich ihnen Futterteig gegeben. Erst Mitte Mai wurde es langsam wärmer, der Raps stand schon in der Blühte und die gesamte Obstbaumblüte war nun schon fast vorbei.

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Ende Mai gab es dann endlich die ersten Schwärme und ich konnte dank meiner Bienenpaten bis Mitte Juni drei neue Völker aufbauen. 🙂

Auf Facebook fragte ich wer von meinen Freunden und Bekannten sich denn eine Bienenpatenschaft vorstellen könnte. Ich hatte noch kein Konzept wie das funktionieren sollte, das Feedback war aber auch ohne dies überwältigend.

Insgesamt haben sich zehn Bienenpaten gefunden. Im Austausch für die finanzielle Unterstützung bekommen diese dann im nächsten Jahr Honig. Wenn ihr auch an einer Bienenpatenschaft Interesse habt, schreibt mir einfach eine E-Mail.

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Die Buckelbrut

Bei einer Durchsicht dann im Juli sah ich, dass ein Volk Buckelbrütig war. Das passiert wenn sie keine Königin haben und eine Arbeiterin sich zum Drohnenmütterchen entwickelt. Sie kann nur männliche Bienen produzieren, da diese in den normalen Wabenzellen keinen Platz haben, bilden sich Beulen – die Buckel. Mit Hilfe aus dem Imkerverein konnte ich das Volk retten.

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Mit einer Honigernte dieses Jahr war nicht zu rechen. Trotzdem wagte ich zur Lindenblüte den Versuch und setzte auf mein stärkstes Volk einen Honigraum auf. Bei der nächsten Durchsicht gab es die Ernüchterung. Es wurde kein Honig eingetragen. Alles was sie fanden brauchten sie für sich und die ihre Brut. Schlimmer noch war, dass sie kaum Vorräte eingelagert haben. Das birgt die Gefahr das die wichtigen Winterbienen nicht stark genug heranwachsen können. Also musste ich wieder zufüttern und hoffe auf einen gesunden Winterbien.

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Ein Volk, welches den letzten Winter überlebt hatte, schwächelte den ganzen Sommer. Notgedrungen musste ich es mit einem anderen vereinen. Es war viel zu klein um den kommenden Winter zu überleben.

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Und wie gehts weiter?

Auch wenn es ein ständiges auf und ab war, habe diese Jahr sehr viel dazugelernt. Jetzt steht noch die Behandlung gegen die Varoamilbe und die Wintereinfütterung aus. Ich werde außerdem die Deckel noch dämmen und die Bienenkästen etwas höher stellen.Ich hoffe so mit drei gesunden, starken Völkern in den Winter zu gehen. Dann heißt es die Bienen einfach in Ruhe zu lassen. Ich hoffe jetzt schon, dass sie gut über den Winter kommen. Nächstes Jahr möchte ich gern auf mindestens fünf Völker aufstocken, in eine eigene Honigschleuder  und Refraktometer investieren und natürlich endlich mal wieder Honig ernten.

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