Alte Farbe von Wänden schleifen – so gehts

Während wir draußen im Garten nicht weiterkommen und es für andere Arbeiten zu kalt oder zu nass ist, widmen wir uns unseren Wänden.

Es ist schon erstaunlich wie viel Farbschichten im Laufe der Jahre auf so eine Wand aufgetragen wurden. Erstaunlich ist auch, wie bunt damals die Räume gewesen sein mussten. Ganz unten waren die Wände blau, dann grün, dann ocker und oben drauf weiß.

Die Wände sind mit Kalkputz verputzt und da dieser sehr gute raumklimatisierende Eigenschaften hat, wollen wir diesen gern behalten. An einigen Stellen war der Putz schon sehr locker und porös. Da wir die gesamte alte Elektrik auch heraus gerissen haben, müssen wir nun die groben Stellen ausbessern und nach der neuen Elektroinstalation werden alle Wände fein nachgespachtelt. Bevor wir aber nun anfangen können unsere Wände zu spachteln musste die alte Farbe ab.

Die oberste Schicht ging mit der Spachtel ab. Wir arbeiteten uns also Stück für Stück, Wand für Wand, Raum für Raum vor. Nachdem die lockeren Schichten runter waren kam die Technik zum Einsatz. Große Wandflächen schliff ich mit der Giraffe, kleine Stellen und die Ecken mit einem Exzenterschleifer ab. Solltet ihr so etwas auch mal machen achtet auf einen guten Staubsauger und eine gut sitzende Atemmaske.

Die Schleifblätter:

Wie gut die alte Farbe mit der Schleifgiraffe und dem Exzenterschleifer abgeht hängt sehr von den ausgewählten Schleifscheiben ab. Beim Exzenterschleifer habe ich verschiedene Körnungen getestet. 120, 80, 60 und 40er. Dabei hatte ich mit den 40er Schleifscheiben von Bosch den besten Erfolg. Scheiben von LUX und Wolfcraft gingen nicht gut. Das Papier war innerhalb einer Minute weggeschliffen. Die Bosch Scheiben hielten für ca. 2qm. Bei der Schleifgiraffe war es ähnlich. Ich hatte 80er Schleifgitter über das Internet bestellt. Diese setzten sich sehr schnell zu und der Abrieb war miserabel. Auch war die Fliesschicht viel zu dick und ließ sich sehr schlecht vom Klett lösen. Mit einer Packung 40er FLEX Schleifscheiben aus dem Profifachhandel ging es dann wesentlich besser. Eine Scheibe (ca.3,20€) reichte dann für 2 bis 3 Wände.

Vor dem Verputzen werden die Wände noch mal abgewaschen und dann kommt noch ein diffusionsoffener Einlasgrund drauf. Als nächstes kommt erst ein mal die Elektroinstallation hinein.

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5 Comments

  1. wow, ich wünsche euch viel Erfolg mit diesem Projekt!
    Ich durfte auch die Erfahrung machen dass die Handwerkerprodukte sich lohnen! Letzten endes bin ich bei Scheiben von Festo hängen geblieben.

    Womit wollt ihr eure Wände verputzen?

    • admin Reply

      Ja, Qualität zahlt sich „manchmal“ aus. Wir wollen einen Kalkzementputz nehmen.

  2. Viel Respekt von unserer Seite: Diese Arbeit ist wirklich sehr aufwendig und „dreckig“ – diese selbst zu machen sehr nötigt wirklich unseren Respekt ab!

  3. Auch von mir allen Respekt! Das ist echt ne ganz schöne Arbeit. Aber hat sich ja auf jeden Fall bezahlt gemacht! Wie gehts denn jetzt weiter? Ich bin schon gespannt! Die Website gefällt mir echt sehr gut! Werde mal wieder vorbei schauen!
    Liebe Grüße vom Containerdienst Schmidt aus München

    • admin Reply

      Hallo Herr Schmidt,

      Wir sind mit dem Haus fertig und dieses Jahr haben wir viel im Garten getan. Nächstes Jahr kommt der Hühnerstall sowie der Zaun um das Grundstück. Es ist immer viel zu tun neben der Arbeit.

      Beste Grüße
      MArco J.

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